Da hätte ich aber gerne einmal Mäuschen gespielt.

Da hätte ich aber gerne einmal Mäuschen gespielt.

„Das Gespräch zweier Seelen“ wirkt in erster Linie durch seine Fernwirkung. Es ist so, als lausche man von Ferne einem Gepräch… ohne es evtl. so ganz zu verstehen… Man hört/sieht Fetzen, Details, vieles bleibt unklar und unverständlich.  Geht man näher heran an Bild und „Gespräch“, so erfährt man weitere interessante Details. Eine Besucherin entdeckte zum Beispiel einen Glasdildo, der in einem meiner Bilder eincollagiert ist und sagte zu uns: „Na, da hätte ich aber gerne einmal Mäuschen gespielt bei ihrem Gespräch. Über was genau haben Sie sich denn da unterhalten?“  Ein anderer Besucher entdeckte erotische Fotos, ein weiterer Gedichtzeilen, eine Frau war fasziniert, wie sich Graffitti  in gestische Malerei verwandeln kann, „wenn man ins Bild eintaucht“ usw… „Wir sollten alle vielmehr auf einander hören und uns nicht selber so sehr in den Vordergrund drängen,“ fasste am Ende eines Ausstellungstages eine Besucherin das Bild für uns zusammen. Und sie meinte es überaus positiv und wohlwollend. Das freute uns sehr. Es war eine brilliante Erklärung zum Werk. (Letzte Chance das Werk von Kyot und Bach zu studieren am Samstag, 5.11.2022, 14 – 18 Uhr. Und Sonntag, 6.11.2022, ebenfalls 14 – 18 Uhr. Im „Salon 87a.)

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